Stadt setzt auf die Sonne

Artikel der OVZ vom 12. Mai 2010

Öffentliche Einrichtungen bekommen Solaranlagen

artikelfoto Das Gummersbacher Rathausdach soll Vorbild werden, hoffen (v.l.) Peter Woggon von AEO, Jochen Ritter, Bürgermeister Frank Helmenstein und Frank Röttger von der Agger-Energie. (Foto: Kowalski)

Gummersbach. Der Stadtverwaltung Gummersbach einmal aufs Dach zu steigen, war gestern bei der Vorstellung der Photovoltaik-Anlage möglich. "Das ist auch für mich eine Premiere. Ich war noch nie auf dem Rathausdach", erklärte Bürgermeister Frank Helmenstein. Die Stadt Gummersbach und Agger-Energie haben das Projekt vorangetrieben, bei dem Solarstrom produziert wird.

"Damit tragen auch die Stadtverwaltung und die am Projekt beteiligten Schulen zu einer positiven Umweltbilanz bei. Sie können den Solarstrom nutzen", erläuterte Frank Röttger, Geschäftsführer der Agger-Energie. Eine Solaranlage erhalten haben außer dem Rathaus die Grundschulen in der Becke, in Derschlag, Dieringhausen und Windhagen sowie die Realschule Hebel. Der städtische Immobilienmanager Jochen Ritter überprüfte die rund 180 Liegenschaften der Stadt und konnte diese sechs Gebäude als besonders gut geeignet identifizieren.

Mit der Installation der Photovoltaik-Anlagen wurde die Bergneustädter Firma "Alternative Energiesysteme Oberberg" (AEO) beauftragt. Die Imagekampagne "Solar-Lokal" der Deutsch Umwelthilfe sieht vor, dass das heimische Handwerk profitiert. "Wir haben den Auftrag sehr gerne angenommen", freut sich der AEO-Geschäftsführer Peter Woggon.

Auf einer Dachfläche von insgesamt 1.400 Quadratmetern erzeugt die Stadt künftig 130.000 Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Jahresbedarf von 30 Haushalten. Bürgermeister Frank Helmenstein sagte, ihm seien drei Dinge wichtig: "Wir können mit diesem Projekt beweisen, dass Ökologie und Ökonomie kein Gegensatz sind. Wir zeigen, dass Agger-Energie und die Stadt Gummersbach ökologisch denken und agieren. Und wir tragen dazu bei, dass die Schüler der am 'SolarLokal'-Projekt beteiligten Schulen ein ökologisches Bewusstsein bekommen." Von elektronischen Anzeigetafeln können die Schüler den aktuellen Stromverbrauch ablesen. (bko)

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