Kritiker behaupten bisweilen, Deutschland sei zu schattig für Solarstrom und die Nutzung von Photovoltaik in der Sahara sei effizienter. Lohnt sich die Solarförderung in Deutschland wirklich?
Antwort
Eindeutig ja. In Deutschland liegt die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung bei 1.000 kWh pro Quadratmeter. Das entspricht einem Energiegehalt von 100 Litern Öl. Damit wird mehr als die Hälfte der Solarenergiemenge erreicht, die wir in der Sahara vorfinden. Das reicht, um auch bei uns mit effizienten Solaranlagen langfristig rund ein Viertel des Strombedarfs aus Sonnenkraft zu erzeugen.
Auch in Deutschland wird Solarstrom in wenigen Jahren günstiger sein als konventioneller Strom. In südlicheren Regionen wird die Wirtschaftlichkeit aufgrund der höheren Sonneinstrahlung nur etwas früher erreicht. Solarenergieproduktion in Deutschland lohnt sich auch daher, weil Deutschland sich damit nicht zuletzt unabhängiger von Energieimporten aus Krisenregionen macht.


